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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Städtebauliche Strategie "Biotechnologie-Standort Mainz"

Anlass und Vorgehensweise

Mainz ist eine wichtige Adresse im Bereich der Biotechnologie. Viele Unternehmen, Institute und öffentliche Einrichtungen wie die Universität und die Universitätsmedizin arbeiten erfolgreich in diesem Segment. Insbesondere mit dem Durchbruch von BioNtech hat diese Branche und auch der Standort Mainz einen großen Aufschwung bekommen. Um an diesem Erfolg anzuknüpfen und Entwicklungsperspektiven zu schaffen, gilt es eine Strategie zu erarbeiten, um einen Biotechnologie-Standort in Mainz zu entwickeln. Aufgrund der Komplexität der Etablierung eines Biotechnologiestandorts Mainz bietet sich eine mehrstufige Vorgehensweise mit z. T. parallelen und sich konkretisierenden Handlungssträngen an.

Neben Themen wie Gründungs-, Ansiedlungs- und Netzwerkmanagement sowie das Standortmarketing benötigt es auch ein räumliches Bild. Seitens des Stadtplanungsamtes wurde in einem ersten Schritt eine städtebauliche Strategie für den "Biotechnologie-Standort Mainz" erarbeitet. Diese Strategie ist eine der Grundlagen für den Wettbewerb.

Städtebauliche Strategie

Bei der Entwicklung einer städtebaulichen Strategie spielt die räumliche Vernetzung der unterschiedlichen Teilbereiche der Branche eine große Rolle: So ist die Nähe zwischen Forschung, Entwicklung und Anwendung (Nähe zum Patienten) essenziell für die Entstehung eines internationalen Biotechnologie-Standortes. Viele der Unternehmen sind bereits jetzt in einem räumlichen Zusammenhang verortet und befinden sich in den Stadtteilen Bretzenheim und Oberstadt in direkter Nähe zur GFZ-Kaserne, zur Universitätsmedizin und zum Universitätscampus.

Um die bereits bestehende Achse zu verstärken und fortzusetzen, bietet sich eine westliche Fortführung der Biotechnologie-Achse (GFZ-Kaserne – Universitätsmedizin – Universität) in Richtung A 60 an. Dadurch entsteht eine Biotechnologie-Achse, die Forschung, Entwicklung und Anwendung eng miteinander verknüpft. Die Nähe zur Innenstadt mit deren Kultur- und Freizeitangebot, die sehr gute Verkehrsanbindung und die umgebenden Naherholungsgebiete tragen zur Attraktivität dieses Standorts bei. Der städtebauliche Strategieplan wurde stadtintern koordiniert, weiterentwickelt und um einen Detailplan ergänzt.

Der Stadtrat hat am 01.06.2022 die städtebauliche Strategie "Biotechnologie-Standort Mainz" zur Kenntnis genommen und die Vorbereitung einer Auslobung für den Wettbewerb beschlossen.

Wettbewerb

In einem nächsten Schritt wird ein internationaler Wettbewerb für den Bereich westlich des Hochschulerweiterungsgeländes durchgeführt, um Ideen zu sammeln, wie der Biotechnologiestandort gestaltet werden kann. Ziel des Wettbewerbs wird es sein, zu zeigen, wie ein nachhaltiges und innovatives Quartier mit nur wenig Beeinträchtigung der Kaltluftbahnen gelingen kann gelingen kann. Die möglichst geringen Auswirkungen auf die Kaltluftbahnen werden über eine wettbewerbsbegleitende mikroklimatische Beurteilung geprüft. Darüber hinaus soll ein Quartier entstehen, das die verschiedenen Funktionen miteinander vernetzt und qualitätsvolle Freiräume für das Quartier und die Umgebung schafft.

Planungsstand

Derzeit wird die von der ZBM in Auftrag gegebene Bedarfsanalyse erarbeitet, welche die Wachstums- und Entwicklungspotenziale des Standortes Mainz erfasst. Diese fließt zusammen mit der städtebaulichen Strategie in die Erarbeitung der Auslobung für den Wettbewerb ein. Um die Öffentlichkeit frühzeitig einzubinden, wird eine Bürgerinformation durchgeführt, in welcher die städtebauliche Strategie vorgestellt wird. Die entsprechenden Ergebnisse fließen ebenfalls in die Auslobung ein. Im Anschluss wird die Auslobung den Gremien vorgelegt.

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