Dr. Erwin Kreim: Was KI (noch) nicht weiß: Die Quellen der neuhochdeutschen Sprache sprudelten in Mainz
Treffpunkt Stadtbibliothek der Mainzer Bibliotheksgesellschaft
Dr. Erwin Kreim stellt seine Recherchen zur Entwicklung unserer heutigen Standardsprache vor. Dabei spielen die Schreiber der Mainzer Reichserzkanzlei im frühen 16. Jahrhundert eine herausragende Rolle. Vor der Zerstörung des Kanzleigebäudes bei den Kämpfen 1793 wurden die Archivalien nach Aschaffenburg gerettet und befinden sich heute im Staatsarchiv in Wien. Diese frühen Dokumente haben nicht nur Luthers Schriften beeinflusst, sondern auch die Werke der sog. „Mainzer Versöhnungstheologen“. Neben der Reichserzkanzlei unterstand dem Mainzer Kurfürsten auch das Archiv des Reichskammergerichts, das die Sprache im ganzen Reich mitprägte. Schließlich trugen Gutenbergs Erfindung und die Schöffersche Druckerei wesentlich zur Verbreitung einer einheitlichen Sprache bei. Diese in Mainz sprudelnden Quellen der neuhochdeutschen Sprache werden im Vortrag visualisiert und haptisch präsentiert.
Dr. rer.pol. Erwin Kreim arbeitete über 50 Jahre in und für Banken. Ebenso lange forscht er über die Entwicklung der schriftlichen Kommunikation. Seine Briefsteller-Sammlung mit 500 Büchern aus sechs Jahrhunderten gehört heute zu den „verborgenen Schätzen des Gutenberg-Museums“. In den letzten Jahren galt sein Interesse der Gutenberg-Forschung. Erwin Kreim publiziert Bücher und Aufsätze und hält regelmäßig Vorträge. Das langjährige Mitglied der Mainzer Bibliotheksgesellschaft lebt seit 1967 mit seiner Familie in Mainz.
Begrüßung
Dr. Stephan Fliedner
Direktor der Bibliotheken der Stadt Mainz
Vortrag
Dr. Erwin Kreim
Schlusswort & Einladung zum Umtrunk
Dr. Janin Aadam
1. Vorsitzende der Mainzer Bibliotheksgesellschaft
Veranstaltungsort
Veranstalter
Preise
Weiterführende Links
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