Physik im Theater
Physik im Theater
Mikroskopie ins Innerste der Materie
Das Ziel von Teilchenbeschleunigern wie dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN ist es, die Wechselwirkungen von Elementarteilchen zu untersuchen. Diese Maschinen sind gewissermaßen gigantische Mikroskope, mit denen wir die Grundbausteine der Natur erforschen. Die Analogie zum klassischen Mikroskop hat aber ihre Grenzen: Viele der interessierenden Teilchen (wie etwa das Higgs-Boson) werden erst in der Kollision erzeugt und zerfallen, lange bevor sie die Detektoren erreichen. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die relativistische und quantenmechanische Physik an Teilchenbeschleunigern und zeigt auf, wie man quantitative Vorhersagen erhält, die sich mit Messungen am LHC vergleichen lassen.
Thomas Becher ist Professor für theoretische Physik an der Universität Bern. Nach seinem Doktorat war er fast zehn Jahre lang als Forscher an verschiedenen Institutionen in den USA tätig, bevor er nach Bern zurückkehrte. Für seine Beiträge zur modernen Teilchenphysik wurde er dieses Jahr mit dem Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.
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