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Was sind Baugemeinschaften?

Wohnen in den eigenen vier Wänden, individuell für die eigenen Wünsche entwickelt, direkt neben Nachbarn, die man schon vor Bezug kennengelernt hat, in einer lebendigen und verlässlichen Nachbarschaft – wer wünscht sich das nicht? Und als i-Tüpfelchen gibt es vielleicht noch einen Gemeinschaftsraum zum Feiern oder Sport treiben, ein Gästezimmer oder andere sinnvolle Gemeinschaftsbereiche, die alleine nicht finanzierbar gewesen wären.

Was sich nach einem glücklichen Zufall anhört, kann man selbst aktiv gestalten. Bei Baugemeinschaften schließen sich mehrere Personen zusammen, die gemeinsam zur Eigennutzung oder Vermietung planen, bauen oder umbauen. Bundesweit finden sich immer mehr Menschen hierfür zusammen. Die Landeshauptstadt Mainz unterstützt Baugemeinschaften dabei u.a. durch die Reservierung von Flächen.

Wer? Bunt und vielfältig

Die Motive, sich in einer Baugruppe zusammenzuschließen, gemeinsam zu planen und zu bauen sind vielfältig, so vielfältig wie die Lebensentwürfe ihrer Akteure:

Die Teiler

Familien und Alleinstehende, die gemeinsam möglichst kostengünstig den Einstieg in die Vermögensbildung durch Erwerb von Wohneigentum machen wollen und z.B. Autos, Werkzeuge, Waschmaschinen usw. gemeinsam nutzen wollen.

Die Sonnenscheins

Menschen mit überdurchschnittlichem ökologischen Bewusstsein, die z.B. ihr Haus in einer Holzbauweise errichten, eine Solaranlage oder ein BHKW gemeinsam betreiben, ein ökologisches Musterprojekt realisieren möchten.

Jung und Alt

Haushalte mit Kindern, die "Oma und Opa" in der Nähe haben wollen und im Alter selbst ein vertrautes unterstützendes Umfeld erhoffen.

Die Baumeister

Gruppen und Einzelpersonen, die spannende Wohnideen und ungewöhnliche / überdurchschnittliche Architekturkonzepte realisieren wollen

Die Urbanisten

Menschen, die möglichst mitten in der Stadt mit kurzen Wegen zu Kultur und Versorgung Urbanität genießen wollen, ohne auf Individualität zu verzichten.

Vielfalt statt Einfalt

Menschen mit und ohne Handicaps, die Toleranz, Integration und Inklusion suchen und leben wollen.

Die Freiberufler

Alle Menschen, die die Synergien der Nachbarschaft von Wohnungen und Arbeiten schätzen.

Warum gemeinsam bauen und wohnen?

Baugemeinschaften liefern der Stadt Mainz viele Chancen: Zum einen stellen Sie einen Lösungsansatz für den benötigten bezahlbaren Wohnraum dar. Zum anderen wird durch Baugemeinschaften ermöglicht, Wohnformen in Quartieren zu mischen und funktionierende Nachbarschaften entstehen zu lassen. Für die Baugemeinschaften selbst ergeben sich aber ebenso große Vorteile:

Mehr Mitgestaltung & mehr Identifikation

Grundlage der Planung sind die individuellen Wünsche, die mit dem persönlichen Budget und den bauordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen sind. Auf Grundrisse, Raumgröße und -höhe sowie Ausstattung im Wohngebäude selbst, aber auch auf die Quartiersgestaltung kann Einfluss genommen werden. Gemeinsam mit dem Architekten werden auch ungewöhnliche Ideen umsetzbar.

Mehr Nachbarschaft

"Die Chemie muss stimmen" – das ist eine wichtige Voraussetzung bei Baugemeinschaften. Beim Planen und Diskutieren gibt es viele Gelegenheiten, seine Nachbarn frühzeitig kennenzulernen. So kann eine lebendige und verlässliche Nachbarschaft vom ersten Tag an entstehen.

Mehr Gemeinschaft

Von der Gemeinschaft kann verschiedenartig profitiert werden – ob organisatorisch als gegenseitige Unterstützung im Alltag oder räumlich. Baugemeinschaften bieten die Möglichkeiten, Ideen zu verwirklichen, die alleine nicht bezahlbar wären: Vom Aufzug, von Gästezimmern und Veranstaltungsräumen bis hin zur Sauna und zum Car-Sharing.

Mehr Kostenvorteile

Baugruppen realisieren ihr Wohneigentum in der Regel unter dem Preisspiegel des vergleichbaren Immobilienmarktes, obwohl für Beratung, Projektsteuerung und ggf. durch individuelle Planungen ein erhöhter Regieaufwand entsteht. Dadurch kann auch Haushalten, die sonst aus wirtschaftlichen Gründen auf Eigentum verzichten oder ins Umland abwandern müssten, ein stadtnaher Wohn- und Lebensort geboten werden. Der gemeinsame Kauf eines Grundstücks mit anschließender Planung kann die Grunderwerbssteuer auf das Grundstück begrenzen. Als Bauherr sparen die Mitglieder der Baugemeinschaft Vertriebskosten und Bauträgermargen. Außerdem werden Ausgaben für Gutachten, Architekten und andere Bauleistungen geteilt.

Mehr Nachhaltigkeit

Die Erfahrung zeigt, dass Baugemeinschaften oft viel Wert auf innovative und nachhaltige Materialien und Konstruktionen, regionale Firmen, überdurchschnittliche Energieeffizienz und Entscheidungen zugunsten geringerer Betriebs- und Folgekosten legen. So können die o. g. gesparten Kosten sinnvoll investiert werden.

Wie läuft so etwas ab?

  • Freunde, Bekannte und Gleichgesinnte schließen sich zu einer Interessengemeinschaft. Sie stimmen ihre Vorstellungen ab und gewinnen evtl. noch ein paar Gruppenmitglieder dazu.
  • Neben der eigenen Grundstückssuche bewirbt sich die Interessengruppe mit ihrem baulichen und finanziellen Konzept um ein städtisches Grundstück. Hierzu gibt sich die Gruppe eine verbindliche Rechtsform.
  • Nach dem Zuschlag wird das Planungs- und Finanzierungskonzept weiter konkretisiert.
  • Nach erfolgreichem Abschluss der Planung kommt es zum Grundstückskauf und zum Bau

Interesse? Oder noch Fragen? Dann wenden Sie sich an baugemeinschaftenstadt.mainzde

Einen guten Überblick über das Thema "Baugemeinschaften" ermöglicht auch unser Abschlussbericht und Leitfaden: