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Hier schreibt Michael Ebling

Ein Archäologisches Zentrum mit hoher Symbolkraft

Liebe Mainzerinnen und Mainzer,

das international renommierte Römisch-Germanische Zentralmuseum mit seinen bedeutenden Sammlungen bekommt eine neue, glanzvolle Heimstatt mitten in der Landeshauptstadt. Die Landesregierung stemmt mit dem Archäologischen Zentrum in Mainz ein Kulturprojekt erster Güte. Damit aber bekommt auch die römische Gründungsepoche der Mainzer Geschichte ein neues Zuhause – eine Epoche, die den Mainzerinnen und Mainzern besonders am Herzen liegt und die mit Drususstein, Amphitheater und Römerschiff-Museum im unmittelbaren Umfeld des künftigen Hauses deutliche Spuren hinterlassen hat. Am südlichen Ende der Altstadt entsteht so ein neuer Anziehungspunkt für Mainzerinnen und Mainzer und für Touristen aus aller Welt. Mit dem Umzug des RGZM eröffnen sich zugleich neue Zukunfts­perspektiven für unser Kurfürstliches Schloss. Und nicht zuletzt erfährt von hier aus auch der Universitäts- und Wissenschaftsstandort Mainz eine neue, ungeahnte Schubkraft.

Wann immer wir uns mit den Relikten der Vergangenheit be­schäftigen, beschäftigen wir uns zugleich mit unseren ureigenen Wurzeln und erhoffen uns Antworten auf das Hier und Heute. Wie brisant eine solche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sein kann, das erleben wir auf schrecklichste Weise gerade in diesen Wochen wieder. Weltweit ist die antike Ruinenstadt Palmyra zu einem Symbol für blinde Zerstörungswut, religiösen Fanatismus und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden und deren historischen Wurzeln  geworden. Mit ihren Angriffen auf das Weltkulturerbe der Menschheit zerstören die Barbaren des sogenannten „Islamischen Staats“ dabei nicht nur Kulturgüter von unschätzbarem Wert, sondern sie zielen damit auf das kulturelle Gedächtnis der Menschheit.

Auch in diesem Zusammenhang muss man daher die Bedeutung dieses Spatenstichs für ein neues großes Archäologisches Zentrum in Mainz sehen. Er bildet den Auftakt für eine in der Fachwelt weit über Deutschland hinaus bemerkenswerte und bedeutende Kulturinvestition. Er ist aber auch ein deutliches Statement: Wer heute zum Spaten greift, um ein archäologisches Museum, eine Bibliothek, eine Restaurierungswerkstatt und ein Forschungszentrum zugleich entstehen zu lassen, der wendet sich entschieden dagegen, das Feld der Geschichtsdeutung Fundamentalisten oder Fanatikern zu überlassen.

Herzliche Grüße

Ihr

Michael Ebling

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Videokolumne von Oberbürgermeister Michael Ebling© OK:TV Mainz

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