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Hier schreibt Michael Ebling

Narrenzeit

Liebe Mainzerinnen und Mainzer,

ein wenig entsteht im Moment der Eindruck, als berausche sich die Welt am täglichen Pegelstand der Terroranschläge, an Krisenbildern und Katastrophenmeldungen von allen Kontinenten, vom NSU-Prozess bis zu den jüngsten Anschlägen in Paris. Viele schalten einfach ab, vielen aber bleibt mitten in der fünften Jahreszeit beim Blick in die Nachrichten buchstäblich das Lachen im Halse stecken. Und das ist nicht nur schade, denn es schadet auch. Bei aller Trauer und Solidarität, bei aller Sorge und Ernsthaftigkeit muss doch das Leben im Mittelpunkt stehen und nicht der Tod. Wir wollen aufrecht gehen und nicht niedergeschlagen, wollen Gemeinsamkeiten suchen und finden. Nicht Hass und Wut leiten uns, sondern die positiven Gefühle für Familie, Freunde, Nachbarn, Kollegen oder Hilfsbedürftige wie gerade in diesen Tagen die Flüchtlinge unter uns.

Es ist der vornehmste Verdienst der traditionsreichen politisch-literarischen Fastnacht, die schwarzen und die bunten Seiten unserer Existenz miteinander verknüpfen zu können. Nichts kann das besser als ein gelungener Vortrag in der Bütt – Dieter Nuhr und das Kabarett vielleicht ausgenommen. Denn immer haben alle die Figuren, die wir kennen und lieben, eine doppeldeutige Funktion, eine lachende und eine weinende Seite. Letztere – das sei zugegeben – wird zur Zeit reichlich bedient. Dass Narren aber über Ignoranten Witze machen – und da bin ich ganz beim Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime – das ist die wirkungsvollste Reaktion auf den brutalen Versuch der Einschüchterung. Denn die Verblendeten, die Ideologen und Fanatiker, die Scharfmacher und Gewalttäter, sie müssen mit spitzer Feder bloßgestellt werden. Im Saal und auf der Gass´ aber singen wir unser „Heile heile Gänsje“ und lassen uns auch über den Aschermittwoch hinaus den Spaß am Leben nicht verderben.

Ihr
Michael Ebling

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Videokolumne von Oberbürgermeister Michael Ebling.© OK:TV Mainz

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