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  5. Empfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit Eintrag im Goldenen Buch

Rede des Oberbürgermeisters zum Empfang der Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Eintrag im Goldenen Buch

6. Januar 2016
Rathaus

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Dreyer,
liebe Malu,

normalerweise heiße ich die Persönlichkeiten, die sich in das Goldene Buch unserer Stadt eintragen, immer erst einmal in Mainz willkommen und erzähle ihnen lang und breit von den vielen Vorzügen unserer 2000 Jahre alten Stadt.

Aber keine Sorge, liebe Malu, das bleibt Dir heute erspart!
Schließlich ist Mainz schon seit Jahrzehnten Deine berufliche Wirkungsstätte und Dein zweites Zuhause.

Und auch das Rathaus selbst – nur einen Katzensprung entfernt von Deinem Arbeitsplatz in der Staatskanzlei – kennst Du nicht nur als Besucherin.

Und dennoch ist heute alles ein klein wenig anders als sonst. Denn heute bist Du unser Ehrengast.

Heute ist der Tag, an dem sich die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Mainz einträgt – und damit eine Persönlichkeit, die seit drei Jahren die Geschicke unseres Landes mit Besonnenheit, Fairness und Herz­lichkeit lenkt. Also genau auf jene Art, die die Bürgerinnen und Bürger so sehr an Dir schätzen.

 

Verehrte Frau Ministerpräsidentin,
liebe Malu,

Dein Besuch im Mainzer Rathaus ist für Dich eine Art Heimspiel: Hier hast Du als Mainzer Sozialdezernentin viele Weichen für das soziale Miteinander in unserer Stadt gestellt.

Hier hast Du in den Jahren von 1997 bis 2002 vieles angestoßen, was noch heute tief in unsere Stadt hinein wirkt – ich nenne nur das Programm "Soziale Stadt", dem Mainz viel verdankt und das Du mit aus der Taufe gehoben hast. Oder ich verweise auf die starken Netzwerke, die Du in dieser Zeit mit Vereinen, Verbänden und Initiativen geknüpft hast, und von denen wir immer noch profitieren.

Und schließlich erinnere ich mich dieser Tage auch oft an das Jahr 1999. Ich erinnere mich deshalb daran, weil du schon damals als Sozialdezernentin mit dem Thema Flüchtlinge konfrontiert warst: Du bist damals persönlich mit einem Spenden-Transport ins Kriegsgebiet nach Bosnien gereist.

Du hättest das nicht tun müssen. Aber Du wolltest Dir vor Ort einen Eindruck von der verheerenden Lage bilden, und Du wolltest helfen.

Typisch Malu! – denkt man da fast unweigerlich: Denn Zupacken, wo andere noch reden, und Helfen, wo Hilfe gebraucht wird, das konntest Du schon immer hervorragend! Bürgernähe und Bürgersinn gehen bei Dir Hand in Hand.

Und so wundert es mich nicht, dass Dein Name fällt, wann immer von einer menschlichen und ehrlichen Politik, wann immer von Gerechtigkeit, Solidarität und sozialem Miteinander die Rede ist.

Dabei weißt Du aus eigener Erfahrung, welche wichtige gestaltende Rolle den Kommunen hierbei zukommt, schließlich findet in den Kommunen das Leben statt, werden Veränderungen am ehesten hier spürbar.

Ebenfalls aus eigener Erfahrung weißt Du, dass einer der Dreh- und Angelpunkte in einem funktionierenden gesellschaftlichen Gefüge das Thema Bildung ist.

Auch darüber erzählst Du sehr persönlich in Deinem kürzlich erschienenen, klugen und bewegenden Buch „Die Zukunft ist meine Freundin“. Du sprichst damit eines der zentralen Zukunftsthemen auch unserer Stadt an.

Dass wir in Mainz in diesem Bereich innovative Akzente setzen können, dass wir überhaupt ein vielfältiges Bildungsangebot mit vielen Aufstiegsmöglichkeiten haben, das verdanken wir auch dem Land.

So sind wir stolz darauf, dass es in Mainz mittlerweile ein reiches Angebot an Ganztagsschulen gibt. Dass es inklusive Schulen gibt.

Und dass unsere Berufsschulen Schülerinnen und Schüler nicht nur aus Mainz, sondern aus der ganzen Region anziehen.

Das alles sind gemeinsame Erfolge, die sich sehen lassen können. Aber es sind auch weiterhin große Herausforderungen!

Gerade im Bildungsbereich und gerade als so genannte „Schwarm­stadt“ mit weiter steigenden Schüler- und Studierendenzahlen sind wir auch in Zukunft auf die finanzielle Unterstützung durch das Land angewiesen.

Ähnliches gilt beim Kita-Ausbau. Auch hier sind wir stolz darauf, dass wir gemeinsam mit dem Land viele neue Kita-Plätze schaffen konnten – und auch hier brauchen wir das Land weiter an unserer Seite.

Die enge Partnerschaft zwischen Land und Stadt hat sich in Mainz an vielen Stellen bewährt – ganz besonders auch bei einem kultu­rellen Großprojekt erster Güte: beim Archäologischen Zentrum Mainz!

Gerade erst feierten Stadt und Land hier gemeinsam den ersten Spatenstich für ein neues Museum und damit für eine außer­ordentlich bedeutende Kulturinvestition in unsere Stadt und in das Land Rheinland-Pfalz.

Meine Damen und Herren,

eines zeigen diese Beispiele ganz deutlich: Die Stadt Mainz weiß das Land Rheinland-Pfalz und seine Ministerpräsidentin fest an ihrer Seite.

Sie zeigen auch: Stadt und Land haben einen starken gemein­samen Gestaltungswillen, und für dieses Engagement möchte ich Dir, liebe Malu, heute herzlich danke sagen!

Verehrte Frau Ministerpräsidentin,
liebe Malu Dreyer,

jetzt kann ich es mir doch nicht verkneifen: Herzlich Willkommen in Mainz! Wir freuen uns über Deinen Besuch gleich zu Beginn des neuen Jahres – und wir freuen uns, dass Du diesen Besuch mit einem Eintrag in das Goldene Buch unserer Stadt krönst.