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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Umwelttipp des Umweltladens

Wälder als CO2-Müllschlucker

Der Klimawandel mit zunehmenden Naturkatastrophen, Dürren, Artensterben und Ab-schmelzen der Eisberge gilt als eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit. Das ehrgeizige Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit deutlich unter zwei Grad zu halten, erfordert eine drastische Reduktion des Treibhausgasausstoßes, vor allem von Kohlendioxid (CO2).

Ursachen für Erderwärmung: Treibhausgase und Waldvernichtung

Allein zwischen 1990 und 2017 hat der Erwärmungseffekt aller langlebigen Treibhausgase um 41 % zugenommen, wobei 82 % dieser Zunahme auf das Konto des Kohlendioxids gehen. Treibhausgase absorbieren langwellige Strahlung (Wärmestrahlung), die von der Erd-oberfläche, den Wolken und der Atmosphäre selbst abgestrahlt wird. Normalerweise würde diese Strahlung wieder an den Weltraum abgegeben werden. Die Treibhausgase strahlen die Wärme nun jedoch sowohl Richtung Weltall als auch Richtung Erdoberfläche ab, sodass die untere Atmosphäre zusätzlich erwärmt wird. Man unterscheidet den natürlichen vom anthropogenen Treibhauseffekt. Die größte Erwärmung geht dabei auf die vom Menschen verursachte, erhöhte und lange in der Atmosphäre verweilende Konzentration von Kohlendi-oxid zurück, gefolgt von Methan und Distickstoffoxid. Diese schädlichen Gase stammen hauptsächlich aus der Energiewirtschaft (z.B. Kohlekraftwerken), Verkehr, Gewerbe / Indust-rie, Landwirtschaft und Abfall / Abwasser.

Zwischen 1990 und 2015 wurden durch Holzeinschlag und Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen 239 Millionen Hektar Naturwälder (21x die Waldfläche Deutschlands) vernichtet und weitere 185 Millionen Hektar Wald degradiert – vor allem in den Tropen. Durch die Abholzung der Wälder gelangen nach wie vor große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre. Wird die Waldfläche in tropischen Regenwäldern durch Brandrodung verringert (dabei wird Wald abgeholzt und verbrannt, um den Boden landwirtschaftlich nutzbar zu machen), beschleunigt sich die Erderwärmung, denn bei der Verbrennung wird der in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff wieder als Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre freigesetzt. Häufig wird bei den Rodungen auch die Bodenflora zerstört. Nach der Rodung trocknen diese Böden aus, wodurch ebenfalls große Mengen Kohlendioxid und auch das viel stärkere Treibhausgas Methan über die Böden freigesetzt werden.

 

Wald als Klimaretter?

Der Wald rückt aktuell als Klimaretter in den Fokus der Menschen, weil eine Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Gase bisher nicht funktioniert hat. Wälder bedecken 31% der Landoberfläche, sie speichern aber fast die Hälfte des terrestrisch gebundenen Kohlenstoffs. Das geschieht über die Photosynthese. Pflanzen, insbesondere Bäume nehmen den klimaschädlichen „CO2-Müll“ aus der Luft auf und speichern den Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Die Art und Weise der Waldnutzung ist somit ein wichtiger Faktor im Kampf gegen die globale Erwärmung. In den industrialisierten Ländern besteht das Ziel, eine hinsichtlich des Klimaschutzes optimierte Forstwirtschaft zu etablieren. Damit ist gemeint, die Nutzung des „klimafreundlichen“ Rohstoffs Holz mit der Speicherung von Kohlenstoff in den Wäldern sinnvoll zu kombinieren.

 

Was kann jeder Einzelne tun, um der globalen Waldzerstörung entgegen zu wirken?

  • Machen Sie sich bewusst, dass unser Konsum, Ernährungsgewohnheiten, Papier- und Holzverbrauch Auswirkungen auf die Wälder weltweit haben.
  • Beim Bauen von Gebäuden nur Holz aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung verwenden. Es entstehen hierbei viel weniger Emissionen als wenn andere Materialien wie Kunststoff, Beton oder Zement eingesetzt werden.
  • Kaufen Sie nur hochwertige, langlebige Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft und kein Tropenholz.
  • Nutzen Sie Holz effizienter und recyceln Sie es anschließend.
  • Heizen Sie Holz mit modernen, effizienten Öfen, die die Umwelt mit weniger Feinstaub belasten.
  • Setzen Sie sich dafür ein, dass Entwaldung und Degradierung von Wäldern gestoppt werden.
  • Pflanzen Sie Bäume und unterstützen Sie den Erhalt von Waldschutzgebieten.
  • Gehen Sie sparsam mit Papier um und kaufen Sie Recyclingpapier.

Adresse

Umweltladen
Mainzer Umweltladen
Steingasse 3-9
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2121
Telefax
+49 6131 27-9769
E-Mail
umweltinformationstadt.mainzde
Internet

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10 bis 13 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 14 Uhr

Erreichbarkeit

Haltestellen / ÖPNV

Haltestelle Münsterplatz:
Linien: 6, 28, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 90, 91, 92, 99

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